Tagung: Der Extremismus der Mitte. Erklärungsansätze und Gegenbewegungen

Vor allem in der öffentlichen Auseinandersetzung um die Migrations- und Integrationspolitik werden immer wieder auch die Grenzen zum offenen Rassismus und Extremismus überschritten. Insbesondere die im Zuge der Euro-Krise etablierte „Alternative für Deutschland“ spielt häufig mit entsprechenden Tabubrüchen. Die Verortung dieser Partei im politischen Spektrum zwischen national-konservativ, rechtspopulistisch und rechtsextrem ist umstritten, das beeinträchtigt ihre Wahlerfolge bislang jedoch kaum. Unsere Tagung wird sich vor dem Hintergrund der Extremismusforschung intensiv mit den Ursachen für den Aufstieg der AfD und einer Analyse ihres Programms und ihrer Kommunikationskanäle in den „Neuen Medien“ befassen. In einem zweiten Teil gehen wir auf zivilgesellschaftliche Gegenbewegungen und mögliche Strategien im Umgang mit dem Rechtsextremismus ein. Einen besonderen Blick werfen wir auf das Verhältnis der christlichen Kirchen zu Pegida und AfD, die oft gegen den erklärten Willen der Kirchen Begriffe und Symbole benutzen, die eine besondere Nähe zum Christentum suggerieren („Christliches Abendland“).

Donnerstag, 18. Mai 2017
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ab 12.00 Uhr Anreise, Kaffee/Tee
13.15 Uhr Begrüßung und Einführung
13.30 Uhr Erklärungsansätze der Rechtsextremismusforschung. Gibt es einen „Extremismus der Mitte?“
Prof. Dr. Andreas Zick, Universität Bielefeld
15.00 Uhr Die Wahlerfolge der AfD vor dem Hintergrund sich ändernder
Parteibindungen
Dr. Frank Decker, Universität Bonn
16.30 Uhr Kaffee / Tee, Kuchen
17.00 Uhr Die „neue Rechte“ und ihr Programm am Beispiel der AfD
Prof. Dr. Oliver Treib, Universität Münster
18.30 Uhr Abendessen
19.30 Uhr Medienhypes und Neue Medien als Wegbereiter menschenfeindlicher Positionen
Thorsten Gerald Schneiders, Deutschlandfunk, Köln
21.00 Uhr gemütliches Beisammensein

Freitag, 19. Mai 2017
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07.30 Uhr Frühstücksbuffet für Übernachtungsgäste
09.00 Uhr Warum Menschen helfen. Bürgerschaftliches Engagement in der „Flüchtlingskrise“
Marion Hafenrichter, Caritasverband für die Diözese Münster e.V.
10.30 Uhr Kaffee / Tee

11.00 Uhr Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus am Geschichtsort Villa ten Hompel Strategien gegen „Rechts“Diskussion mit
Michael Sturm, Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr AfD und PEGIDA als Herausforderung für die christlichen
Kirchen
Diskussion mit Andreas Belz, BAG Kirche und Rechtsextremismus / BDKJ Mainz15.30 Uhr Ende der Tagung

 

Weitere Infos und Anmeldung: https://www.franz-hitze-haus.de/programm/17-511/ 

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