„Lange Nacht der interkulturellen Berufsberatung“

Am ersten Freitag des Monats bleiben in Essen nicht nur die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet. Auch Beratungsdienste der beruflichen Bildung machen am 4. September eine „Spätschicht“. Zwischen 18 und 24 Uhr bieten Essener Berufsförderungsinstitutionen im Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) kostenlose Beratungsgespräche für Jugendliche mit Migrationshintergrund an. Die Beratungen können ohne Termin in Anspruch genommen werden.

Essener Institutionen, wie die Agentur für Arbeit, Industrie und Handelskammer, Jobcenter, Jugendmigrationsdienst, Jugendhilfe Essen gGmbH, Jugendamt, Essener Verbund der Immigrantenvereine und die KAUSA Servicestelle Essen (KSE) in Trägerschaft der Stiftung ZfTI, laden Jugendliche und Eltern mit Zuwanderungsgeschichte zur „Langen Nacht der interkulturellen Berufsberatung“ ein.

Jugendliche haben verschiedene Möglichkeiten, sich rund um das Thema „Ausbildung zu informieren: Neun erfahrene Berater/innen stehen Jugendlichen “ außerhalb der gewöhnlichen Geschäftszeiten zur Verfügung. Während der Wartezeit unterstützt ein Theaterpädagoge die Jugendlichen dabei, die eigenen Stärken zu entdecken. Zusätzlich können sich die Jugendlichen mit Broschüren der Veranstalterorganisationen über Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Im Anschluss an das Beratungsgespräch erhalten die Teilnehmer/innen ein professionelles Bewerbungsfoto gratis.

Die Organisationskosten der ersten Durchführung werden von der Stiftung ZfTI im Rahmen seines 30. Jubiläums getragen. Die bundesweit erstmalige Aktion wird als Pilotveranstaltung umgesetzt. Nach dem Interesse der Zielgruppe sowie weiteren Erfahrungswerten wird die Aktion inhaltlich, organisatorisch und örtlich weiterentwickelt.

Die Aktion „Lange Nacht der interkulturellen Berufsberatung“ wurde von der KAUSA Servicestelle Essen konzipiert und wird von ihr durchgeführt. Die KSE berät und informiert Selbstständige, Jugendliche und Eltern mit Migrationshintergrund rund um das Thema berufliche Bildung. Das Ziel der Servicestelle ist es, die Ausbildungsbeteiligung der jungen Migrantinnen und Migranten zu erhöhen. KSE wird im Rahmen des Jobstarter plus-Programms vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Europäischen Sozialfonds gefördert.

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