Tag Archives: Perspektive

„Das Osmanische Reich und der Erste Weltkrieg“

Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Fikret Adanır // 25.11.2014 // 19:30 Uhr // VHS Essen Der osmanische Kriegsschauplatz gehört eher zu den "vernachlässigten Perspektiven" in der historischen Forschung über den Ersten Weltkrieg. Dabei war die orientalische Frage mit der beabsichtigten Ablösung des osmanischen Vielvölkerreichs zugunsten einer nationalstaatlichen Neuordnung im balkanischen, nahöstlichen und kaukasischen Raum eine der wesentlichen Ursachen des Großen Krieges. Welche Interessen hatten die damaligen Großmächte an dem Osmanischen Reich? Warum haben sich die Osmanen für Krieg entschieden? Die vor, während und nach dem Krieg im Zeitraum von1911-1923 entstandenen Probleme und aufgeworfenen Fragen sind teilweise bis heute ungelöst geblieben, bzw. werden kontrovers diskutiert. Der Referent, Prof. Dr. Fikret Adanır, wird in seinem Vortrag versuchen, neue Einsichten in diese Diskussionen zu vermitteln....
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Diskussionsveranstaltung: Arbeitsmarkt für Akademiker

Arbeitsmarkt für Akademiker - Türkischstämmige Akademiker verlassen Deutschland? Eine gemeinsame Veranstaltung von von Türkisch- Deutsche Studierenden und Akademiker Plattform e.V. (TD-Plattform) und Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung im Rahmen des MIGOVITA-Projektes. Donnerstag, den 12.12.2013, ab 18:00 Uhr, im Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI - Altendorfer Str. 3, 45127 Essen) Hochqualifizierte Türkeistämmige - Ein Potenzial für Deutschland Arbeitgeber verschenken wertvolles Arbeitskräftepotenzial. Von den hochqualifizierten Migranten sind rund zehn Prozent arbeitslos, während nur drei Prozent der deutschen Spitzenkräfte keinen Job haben. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels sollten nicht der ethnisch-kulturelle Hintergrund, sondern die individuellen Fähigkeiten über Karriereperspektiven entscheiden. Für viele hochqualifizierte Türkeistämmige ist die Türkei eine wichtige Option in der Lebens- und Arbeitsplanung, ohne dass sie sich endgültig für oder gegen ein Land entscheiden. Temporäre und wechselnde Aufenthalte zwischen Ländern gehören zur Karriereplanung von Hochqualifizierten. Türkeistämmige sollten ihren Bildungserfolg, ihre natürliche Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz bei ihrer Karriereplanung selbstbewusst vermarkten. Wie das geht, welche Möglichkeiten der Arbeitsmarkt in Deutschland...
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Muslimische Gebetshäuser. Begegnungen im Ruhrgebiet

Muslimische Gebetshäuser. Begegnungen im Ruhrgebiet Fotografien von Mustafa Şentürk Eröffnung am Donnerstag, 20. Juni 2013 um 19:30 Uhr in der VHS

Beitragsfoto: Mustafa Sentürk

Vom 21. Juni bis zum 19. Juli 2013 präsentiert das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW die Ausstellung „Kubus oder Kuppel. Moscheen. Perspektiven einer Bauaufgabe“. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit einer Fotoausstellung, Autorengesprächen sowie Lesungen in Kooperation mit dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und demLiteratürk Festival begleitet. Mit der Fotoausstellung: „Muslimische Gebetshäuser. Begegnungen im Ruhrgebiet“ wirft Film und Fotokünstler Mustafa Şentürk einen sehr persönlichen Blick auf unterschiedliche Moscheebauten im Ruhrgebiet und das vielfältige Leben im Umkreis der Gebetshäuser. Die Moscheen im Ruhrgebiet zeigen eine große Vielfalt und spiegeln den Charakter dieser bunten Region. Türkische, arabische, bosnische, iranische, deutsche Muslime besuchen die unterschiedlichen Gebetshäuser, die zu verschiedenen Dachverbänden gehören. Unterschiede gibt es auch bei den Bauarten der Moscheen. Neue Moscheebauten finden zwar mehr Beachtung in der Gesellschaft, aber die Moscheenlandschaft im Ruhrgebiet wird...
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DGFF-Kongress

Türkisch als Fremdsprache in europäischen Transmigrationsgesellschaften In diesem Workshop soll TaF daher bewusst nicht aus der Perspektive der Herkunftssprache/n oder als Anhängsel von DaZ betrachtet werden. Vielmehr soll durch den expliziten TaF-Fokus das Potenzial dieser Sprache für monolinguale Sprecher betont werden. Existierende Best-PracticeInitiativen sollen zusammengeführt und wenn möglich durch empirische Studien, Konzepte und theoretische Überlegungen fundiert werden.mehr...
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Gemeinsam für Klima und Umweltschutz!

Durch das KLIMIG-Projekt soll unter der türkischstämmigen und russischsprachigen Bevölkerung die Sensibilität für Umwelt- und Klimaschutzbewusstsein verstärkt und eine Verhaltensänderung in den Pilotbundesländern Hamburg, Niedersachsen und NRW angeregt werden. Die Tagung im Neuen Rathaus Hannover am 22.10.212 wurde mit der Eröffnungsrede von der Bürgermeisterin Regine Kramarek und dem Türkischen Generalkonsul Tunca Özçuhadar eröffnet. „Für das Thema Umweltschutz und Klimawandel als grenzüberschreitende Probleme müssen soll alle Menschen zusammenarbeiten„ sagte Tunca Özçuhadar. An der Tagung haben Dmitrij Vaisband, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutsch-Russischer Unternehmer e.V., Dr. Andreas Goldberg, Geschäftsführer der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und Dr. Silke Kleinhückelkotten, stellvertretende Geschäftsführerin teilgenommen. Klimaschutz spart Geld! Mareike Welke vom Bundesumweltministerium hat die Klimaschutzinitiative mit ihren Zielen, Instrumenten und potenziellen Energieeinsparmöglichkeiten vorgestellt. „Beim Energieverbrauch können bereits durch kleine Maßnahmen wie z.B. in der Wärmedämmung in Haushalten signifikante Einsparungen möglich sein“ betonte Silke Kleinhückelkotten. Sie unterstrich, dass die meisten klimaschonenden Konsumgewohnheiten einfach und schnell angewendet werden können und sehr selten zu zusätzlichen Kosten führen kann. weiterlesen

Tagung

„Türkische Medien bieten zahlreiche Möglichkeiten für Informationskampagnen“ In Essen trafen Vertreter der in Deutschland ansässigen türkischen Medien und Verantwortliche aus dem Bildungsbereich zusammen, um über die Möglichkeiten von Informationskampagnen zur beruflichen Bildung in türkischen Medien zu sprechen.
Während der Tagung am 11.06.2011 im Goldschmidthaus der Evonik Industries in Essen wurden die Potenziale der türkischsprachigen Medien in Deutschland erörtert. Die Veranstaltung wurde vom türkischen Mediennetzwerk für berufliche Bildung „netzwerk biz – Bildung ist Zukunft“ organisiert. Das Projekt „Bildung ist Zukunft -biz“ wird im Rahmen des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) koordiniert. Nach Begrüßungen durch Dr. Hans Kreul, Leiter Standortkommunikation Essen/Krefeld bei Evonik und Prof. Dr. Hacı Halil Uslucan, wissenschaftlicher Direktor des ZfTI, wurde die Tagung von MR'in Viola-Antoinette Klanten, Leiterin des Referats „Berufsorientierung; Chancengerechtigkeit für Jugendliche“ im BMBF, eröffnet.
Kulturspezifische Informationsbedarfe sollen berücksichtigt werden In ihrer Rede wies Viola-Antoinette Klanten...
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Expertise und Wegweiser

„Türkische Medienmacher zeigen hohes Verantwortungsbewusstsein zur Entwicklung der Community“ Die Expertise über und der Wegweiser zu türkischen Medien in Deutschland wurden heute im Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) in Essen vorgestellt. Die Türkische Medienlandschaft in Deutschland ist vielfältig: Sieben überregionale Tageszeitungen, über 50 Regionalzeitungen/Periodika, 13 spezielle Fernsehsender für die türkische Bevölkerungsgruppe in Europa, 1 Vollprogramm-Radiosender sowie zahlreiche Internetseiten stehen in Deutschland zur Verfügung. Außerdem bieten öffentliche und private Medien türkischsprachige Sendezeiten. Nicht nur in quantitativer Hinsicht, sondern auch aufgrund ihrer Reichweite sind die türkischen Medien starke, geeignete Partner für Informationskampagnen deutscher Institutionen. Die aktuellen Zahlen des ZfTI zeigen, dass 86 % der türkeistämmigen Migranten türkisches Fernsehen als Informationsmedium nutzen. Fast 70 % nutzen türkische Zeitungen und ca 45 % die türkischsprachigen Internetseiten zur Information. Das Projekt „netzwerk biz - Bildung ist Zukunft“ des ZfTI, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ gefördert wird, wurde mit Unterstützung der führenden türkischen Medien ins Leben gerufen, um...
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Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr und der Randstad Holland

Das Projekt wird in internationaler Zusammenarbeit und in einem interdisziplinären Zugriff bearbeitet, der sprachwissenschaftliche (systemlinguistische, sozio- und pragmalinguistische, semiotische) und sozialwissenschaftliche (sozialpsychologische und raumsoziologische) Forschungsperspektiven umfasst. Die Erforschung sichtbarer Mehrsprachigkeit gibt Aufschluss über das Zusammenleben sowie über die heterogene Zusammensetzung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in der Metropole Ruhr, indem Praktiken der Selbst- und Fremdwahrnehmung, der gesellschaftlichen Anerkennung und Nicht-Anerkennung, d.h. der Inklusion und Exklusion, aufgedeckt werden. Über die Dokumentation der vielfältigen Bedingungen, Formen und Funktionen hinaus sollen auch die zukünftigen Sprachbedarfe aus der Perspektive zunehmender Diversität und Mobilität ermittelt werden. Ein grenzüberschreitender Vergleich mit der Randstad Holland soll alternative Strategien aufzeigen. Die Erforschung der sprachenpolitischen und sozialräumlichen Bedingungen visueller Mehrsprachigkeit ist insbesondere für die Metropole Ruhr von Relevanz, weil die durch Migration hervorgerufenen Veränderungen und die durch den Strukturwandel eingeleitete Neupositionierung als Kulturregion neue Sprachbedarfe haben entstehen lassen....
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netzwerk biz – Bildung ist Zukunft

Die Einbindung von Einwanderern in das Beschäftigungssystem, den Schlüsselbereich der Sozialintegration, ist in Deutschland defizitär. Dies gilt in besonderem Maße für türkeistämmige Migranten, die größte nationale Gruppe unter den Personen mit Migrationshintergrund. Ein beträchtliches - nicht das ausschließliche - Desiderat ist dabei die mangelhafte Beteiligung junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte am dualen Ausbildungssystem. Machen von den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund rund 40% eine Ausbildung, so sind es unter denjenigen mit Migrationshintergrund lediglich 29%. Projekte, die die Ausbildungsbeteiligung junger Einwanderer zu fördern suchen, sollten kulturspezifische Informationsbedarfe berücksichtigen. Ein wichtiges Element entsprechend zugeschnittner Informationsangebote ist die Einbeziehung muttersprachlicher Medien. Ziel des Projektes war es, eine praxistaugliche Grundlage für Öffentlichkeitsarbeit in der türkischen Community mit dem Ziel einer Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung zu schaffen. Das Projekt wurde zwischen Juli 2010 und Juni 2012 vom ZfTI durchgeführt und wurde vom Bundesministerium Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Perspektive-Berufsabschluss" gefördert.

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TAGUNG

„Türkische Medien bieten...
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Sozialintegration bei segregierten Jugendlichen

Die Stiftung ZfTI hat insbesondere auf Grundlage der vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI NRW) finanzierten jährlichen Mehrthemenbefragung unter türkeistämmigen Migranten ausführlich zum Zusammenhang unterschiedlicher Aspekte der Sozialintegration in makrosoziologischer Perspektive gearbeitet. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf den Zusammenhang individueller Integrationsleistungen und systemischer Integrationsvoraussetzungen gelegt. Mit Blick auf die türkische Gruppe verbleiben Unsicherheiten, ob sich individuelle Akkulturation (oder „kognitive Integration“), Interaktions- und Identifikationsleistungen tatsächlich in jedem Fall in eine adäquate gesellschaftliche Platzierung - und damit in gelungene Sozialintegration - überführen lassen. Aufgrund von systemischen Zugangsbarrieren ist gelungene Akkulturation nicht gleichbedeutend mit sozialen Chancen. Fehlgeschlagene Integration ist damit nicht nur eine Folge mangelnder individueller Anstrengungen der Einwanderer. Diese Anstrengungen sind vielmehr Integrationsvoraussetzung, aber nicht in jedem Fall hinreichend. Die Ergebnisse der Studie können für die Integrationspolitik von großer Tragweite sein, da für die Programmierung effektiver Integrationsprogramme austariert werden muss, inwieweit Maßnahmen die individuelle oder die systemische Ebene adressieren müssen. Die Studie beruht auf der Anwendung qualitativer...
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