Tag Archives: Entwicklung

Wissenschaftliche Begleitung der Kommunalen Integrationszentren und der Landesweiten Koordinierungsstelle

Das 2012 vom NRW-Landtag beschlossene "Teilhabe- und Integrationsgesetz" ist die Grundlage für die Sicherung und Weiterentwicklung der Angebote zur Sozialintegration von Einwanderern in NRW. So weit hiervon Angebote der Kommunen betroffen sind, ist die wesentlich aus dem Gesetz folgende Neuerung die Einrichtung Kommunaler Integrationszentren (KIn) sowie einer zentralen Landesstelle, die deren Arbeit koordiniert, berät und zur konzeptionellen Weiterentwicklung beiträgt. In den KIn werden zukünftig die Strategien "Integration durch Bildung" (bisher in den Kommunen bzw. Kreisen institutionell verankert durch die RAAn) und "Integration als Querschnittsaufgabe" zusammengefasst. Zugleich tragen die Zentren zur Abstimmung der integrationsrelevanten Aktivitäten innerhalb der Kommunen bzw. Kreise bei und sind die Schnittstelle für den Einbezug freier Träger und von Migrantenorganisationen (MOn). Laut Teilhabe- und Integrationsgesetz erstattet die Landesregierung dem Parlament zum Ende des Jahres 2016 Bericht über die Umsetzung des Gesetzes. Die Erfahrungen mit der Einrichtung der KIn und der Landesstelle sollen vor diesem Hintergrund im Rahmen der Evaluation systematisch erhoben und dokumentiert werden....
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Muslimische Gebetshäuser. Begegnungen im Ruhrgebiet

Muslimische Gebetshäuser. Begegnungen im Ruhrgebiet Fotografien von Mustafa Şentürk Eröffnung am Donnerstag, 20. Juni 2013 um 19:30 Uhr in der VHS

Beitragsfoto: Mustafa Sentürk

Vom 21. Juni bis zum 19. Juli 2013 präsentiert das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW die Ausstellung „Kubus oder Kuppel. Moscheen. Perspektiven einer Bauaufgabe“. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit einer Fotoausstellung, Autorengesprächen sowie Lesungen in Kooperation mit dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und demLiteratürk Festival begleitet. Mit der Fotoausstellung: „Muslimische Gebetshäuser. Begegnungen im Ruhrgebiet“ wirft Film und Fotokünstler Mustafa Şentürk einen sehr persönlichen Blick auf unterschiedliche Moscheebauten im Ruhrgebiet und das vielfältige Leben im Umkreis der Gebetshäuser. Die Moscheen im Ruhrgebiet zeigen eine große Vielfalt und spiegeln den Charakter dieser bunten Region. Türkische, arabische, bosnische, iranische, deutsche Muslime besuchen die unterschiedlichen Gebetshäuser, die zu verschiedenen Dachverbänden gehören. Unterschiede gibt es auch bei den Bauarten der Moscheen. Neue Moscheebauten finden zwar mehr Beachtung in der Gesellschaft, aber die Moscheenlandschaft im Ruhrgebiet wird...
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Kooperationsvereinbarung zwischen TIAD und ZfTI

Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutsch-Türkischen Unternehmerverein (TİAD) und der Stiftung für Türkeistudien und Integrationsforschung unterzeichnet. Während des Deutsch-Türkischen Wirtschaftstages, am 23.11..20012, in Nürnberg unterzeichneten Dr. Andreas Goldberg, Geschäftsführer der Stiftung ZFTI, und RA Emre Hizli, Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins TİAD, einen Kooperationsvertrag. Beide Organisationen, ZFTI und TIAD, verbindet die Gemeinsamkeit, die wirtschaftliche Integration der türkischen Migranten in Deutschland als eine zentrale Voraussetzung für ihre gesellschaftliche und politische Integration voranzutreiben. Daher wollen das ZfTI und TIAD mit dem Abschluss dieser formalen Kooperationsvereinbarung diese dynamische Entwicklung fördern, Synergien aus der unterschiedlichen Fokussierung der Kooperationspartner gewinnen und die Aktivierung, Unterstützung und Begleitung der unternehmerischen Selbständigkeit vorantreiben. Zu dieser Zusammenarbeit gehört aber auch die Entwicklung von gemeinsamen Projekten, um die Belange, Interessen und besondere Beratungs- und Unterstützungsbedarfe der türkischen Existenzgründern und Selbständigen gerecht zu werden, gemeinsame Veranstaltungen zu Organisieren und Publikationen herauszugeben....
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Bedeutung fremdsprachiger Medien

Symposium: Medien und Integration

Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz

Die Rolle fremdsprachiger Medien in Deutschland und ihre Bedeutung für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und ihr Potenzial bei Informations- und Bildungskampagnen standen im Mittelpunkt des Symposiums „Integration - Institution – Medien“, an dem mehr als 130 Fachleute aus der Medienwelt, Wissenschaft, Kultur und Politik teilgenommen haben. Die Tagung unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck wurde vom Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration, Miguel Vicente, Radyo Metropol FM und der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung initiiert. „Information spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Menschen zu mündigen Bürgern, die unsere demokratische Gesellschaft mitgestalten und an ihr teilhaben. Dies ist ein zentrales Recht, das selbstverständlich auch für jene gilt, die die deutsche Sprache nicht fließend beherrschen. Umso wichtiger ist es, dass es in unserem Land kompetente, fremdsprachige Medien gibt, die aktuelle Entwicklungen unseres Landes vermitteln. Mit Projekten wie diesen tragen...
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ZfTI im Sachverständigenrat

Prof. Uslucan wurde in den Sachverständigenrat berufen Prof. Dr. Christine Langenfeld übernimmt zum 1. Juli den Vorsitz des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Die 49-Jährige Juraprofessorin tritt die Nachfolge des Gründungsvorsitzenden Prof. Dr. Klaus J. Bade an, der den Vorsitz turnusgemäß abgibt und ganz aus dem SVR ausscheidet, um sich wieder stärker eigenen Projekten im Bereich Integration und Migration zu widmen. Die Göttinger Europarechts-Expertin, die dem Sachverständigenrat seit Beginn angehört, wurde bereits im Januar einstimmig von den neun Sachverständigen des unabhängigen Expertengremiums gewählt. Frau Langenfeld war von 1991 bis 1997 am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg tätig. Seit 2000 hat sie einen Lehrstuhl an der Universität Göttingen inne und ist Direktorin des Instituts für Öffentliches Recht. Seit vielen Jahren forscht sie zu Zuwanderungsfragen. Zu ihren zentralen Arbeitsgebieten gehören das Europarecht und der europäische Menschenrechtsschutz, das Zuwanderungsrecht sowie Bildungsfragen. Mit ihrer interdisziplinär angelegten Habilitation „Integration und kulturelle Identität zugewanderter Minderheiten – eine Untersuchung am...
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Expertise und Wegweiser

„Türkische Medienmacher zeigen hohes Verantwortungsbewusstsein zur Entwicklung der Community“ Die Expertise über und der Wegweiser zu türkischen Medien in Deutschland wurden heute im Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) in Essen vorgestellt. Die Türkische Medienlandschaft in Deutschland ist vielfältig: Sieben überregionale Tageszeitungen, über 50 Regionalzeitungen/Periodika, 13 spezielle Fernsehsender für die türkische Bevölkerungsgruppe in Europa, 1 Vollprogramm-Radiosender sowie zahlreiche Internetseiten stehen in Deutschland zur Verfügung. Außerdem bieten öffentliche und private Medien türkischsprachige Sendezeiten. Nicht nur in quantitativer Hinsicht, sondern auch aufgrund ihrer Reichweite sind die türkischen Medien starke, geeignete Partner für Informationskampagnen deutscher Institutionen. Die aktuellen Zahlen des ZfTI zeigen, dass 86 % der türkeistämmigen Migranten türkisches Fernsehen als Informationsmedium nutzen. Fast 70 % nutzen türkische Zeitungen und ca 45 % die türkischsprachigen Internetseiten zur Information. Das Projekt „netzwerk biz - Bildung ist Zukunft“ des ZfTI, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ gefördert wird, wurde mit Unterstützung der führenden türkischen Medien ins Leben gerufen, um...
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Ehrenpreis für „netzwerk biz – Bildung ist Zukunft“

Im Rahmen der internationalen Messe für Druckmaschinenhersteller drupa 2012 – der wichtigsten Messe für diesen Industriezweig – hat das Begleitprojekt „netzwerk biz – Bildung ist Zukunft“ am 07. Mai in Düsseldorf einen Ehrenpreis verliehen bekommen. Das Projekt "netzwerk biz - Bildung ist Zukunft [Eğitim Gelecektir] wurde für beispielhafte Leistungen geehrt: Die Arbeit des Projekts sei ein lebendiger Beleg für den Beitrag der Druckindustrie zur gesellschaftlichen Entwicklung. Überreicht und gestiftet wird der Preis von der Ihlas Magazine Group (TR). Er wird in diesem Jahr erstmalig verliehen, um erfolgreiche Initiativen im Bereich „Soziales Engagement“ zu würdigen....
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Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in NRW

In NRW haben sich in den letzten Jahren interkulturelle Väterprojekte entwickelt, die sich speziell an Väter mit Migrationshintergrund richten und im "Facharbeitskreis interkulturelle Väterarbeit in NRW" vernetzt sind. Seit September 2012 unterstützt und berät die "Landeskoordinierungsstelle für Interkulturelle Väterarbeit NRW"  im Bereich Interkulturelle Väterarbeit startende Projekte, fördert die Vernetzung und führt begleitende Multiplikatorenschulungen durch. Das ZfTI erhielt vom MAIS NRW den Auftrag, mit dem Projekt "Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in NRW" die Väterprojekte des Facharbeitskreises zu evaluieren und begleitend zu unterstützen. Mehr Informationen...
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MIGOVITA

Das Projekt richtet sich an junge Menschen am Übergang Schule – Beruf. Es zielt auf die Stärkung der Teilhabechancen und beinhaltet die Entwicklung und Umsetzung präventiver Maßnahmen gegen Formen der Diskriminierung und Ausgrenzung in der Berufsbildung, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft. Dieses Ziel soll durch die Schaffung von attraktiven Bildungs- und Mitwirkungsangeboten im Rahmen der Jugendarbeit von Migrantenorganisationen erreicht werden. Im Projektverlauf werden ausgewählte Migrantenorganisationen für diese Aufgaben qualifiziert und mit ihren neuen Angeboten systematisch in lokale Übergangsstrukturen einbezogen. Das Projekt startet bundesweit mit Partnern in 10 Städten in 6 Bundesländern, die vor Ort die entsprechenden Angebote für junge Menschen und die neuen Vernetzungen aufbauen. MIGoVITA richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit russischer und türkischer Migrationsgeschichte sowie an junge Sinti und Roma. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung. Mehr Informationen...
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Erziehungsstile und Erziehungskompetenzen von Familien mit Zuwanderungsgeschicht

In dem Projekt geht es darum, zunächst eine empirische Studie zu Erziehungsstilen und Erziehungskompetenzen in Familien mit Zuwanderungsgeschichte durchzuführen, die türkeistämmige, arabische, polnische und als Kontrollgruppe deutsche Familien umfasst. Dann sollen die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit im Rahmen einer Tagung vorgestellt werden. Sie sollen der Identifikation gezielter erzieherischer Interventions- und Fördermaßnahmen dienen. Darüber hinaus soll auch spezifisch für Eltern der beteiligten Sprachgruppen ein Erziehungsmanual in ihrer Muttersprache erstellt werden, das wesentliche Erkenntnisse der Forschung in einer verständlichen Sprache zusammenfasst sowie Eltern pädagogisch-psychologisch begründete Anleitung gibt, den Zusammenhang von elterlicher Erziehung und kindlicher Entwicklung erklärt und damit die Steigerung elterlicher Erziehungskompetenzen bewirkt....
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Analyse der Angebote der Moscheegemeinden in Deutschland

Für die gesellschaftliche Integration von Migranten sind ihre Selbstorganisationen von herausragender Bedeutung. Sie schaffen Sozialkapital, bündeln und artikulieren Interessen und fungieren als Ansprechpartner und Adressaten von Maßnahmen für aufnahmegesellschaftliche Akteure. Zugleich kommt gerade der Eingliederung des Islams in Deutschland in den letzten Jahren besondere Bedeutung zu indem versucht wird, die bestehende Organisationslandschaft zu einem effektiven Kooperationspartner in verschiedenen integrationsrelevanten Bereichen weiter zu entwickeln. Hiervon zeugt insbesondere die Islamkonferenz der Bundesregierung. Es gilt, den Islam vom Rand in die Mitte der deutschen Gesellschaft zu führen. Dabei sind die Moscheegemeinden Kristallisationspunkte muslimischen Lebens in Deutschland und gemeinsam mit ihren Verbänden auch potentiell zentrale Akteure der Sozialintegration. Zugleich gibt es aber keine umfassenden und systematischen Kenntnisse über die Voraussetzungen der Gemeinden für die Unterstützung der Integration ihrer Klientel und über Indikatoren zur Messung dieser Potentiale. Das Zentrum für Türkeistudien hatte im Jahr 2009 mit Förderung des EIF eine aktuelle Komplettliste der in Deutschland ansässigen muslimischen Organisationen erstellt und damit eine wichtige Voraussetzung für...
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Evaluation und Prozessbegleitung der Umsetzung des Integrationskonzepts Gladbeck-Brauck

Als altindustrieller, bergbaugeprägter Stadtteil sieht sich Gladbeck-Brauck besonderen Entwicklungsaufgaben gegenüber und ist vor diesem Hintergrund am Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" beteiligt. Dabei stellt sich in Brauck die besondere Herausforderung des Einbezugs von BewohnerInnen mit Migrationshintergrund in diese Erneuerungsprozesse - 30% der BewohnerInnen von Brauck haben einen Migrationshintergrund. Entsprechend wurde im Stadtteil ein eigenes Integrationskonzept entwickelt, das durch eine Reihe von Projekten umgesetzt werden soll. Das ZfTI soll die Umsetzung des Integrationskonzepts wissenschaftlich begleiten. Im Ergebnis soll eine Einschätzung ermöglicht werden, inwiefern des Integrationskonzept Brauck auf die Gesamtstadt Gladbeck übertragbar ist bzw. welche Modifikationen bei einer Übertragung vorzunehmen wären.  ...
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First Steps to Italy, Romania and Germany

Im Rahmen des Projekts wurden multimediagestützte Materialien zum Selbstlernen von Sprachen entwickelt, die sich an Neuzuwanderer in Italien, Rumänien und Deutschland richten. Das ZfTI stand für die Beratung des deutschen Projektteils zur Verfügung und evaluierte das Projekt nach Abschluss der Entwicklungsphase ab Herbst 2008. Die Evaluierung wurde durch Testanwendungen der Materialien bei Neuzuwanderern im Ruhrgebiet geleistet (Essen und Herne, zusätzlich Ratingen). Nach der positiven Evaluation leistete das ZfTI einen Beitrag zur Information der türkischen Öffentlichkeit über das Angebot.Der Evaluierungsbericht liegt in englischer Sprache vor.  ...
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netzwerk biz – Bildung ist Zukunft

Die Einbindung von Einwanderern in das Beschäftigungssystem, den Schlüsselbereich der Sozialintegration, ist in Deutschland defizitär. Dies gilt in besonderem Maße für türkeistämmige Migranten, die größte nationale Gruppe unter den Personen mit Migrationshintergrund. Ein beträchtliches - nicht das ausschließliche - Desiderat ist dabei die mangelhafte Beteiligung junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte am dualen Ausbildungssystem. Machen von den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund rund 40% eine Ausbildung, so sind es unter denjenigen mit Migrationshintergrund lediglich 29%. Projekte, die die Ausbildungsbeteiligung junger Einwanderer zu fördern suchen, sollten kulturspezifische Informationsbedarfe berücksichtigen. Ein wichtiges Element entsprechend zugeschnittner Informationsangebote ist die Einbeziehung muttersprachlicher Medien. Ziel des Projektes war es, eine praxistaugliche Grundlage für Öffentlichkeitsarbeit in der türkischen Community mit dem Ziel einer Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung zu schaffen. Das Projekt wurde zwischen Juli 2010 und Juni 2012 vom ZfTI durchgeführt und wurde vom Bundesministerium Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Perspektive-Berufsabschluss" gefördert.

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TAGUNG

„Türkische Medien bieten...
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