Wahlen in der Türkei am 24. Juni: Die Ergebnisse

Präsident Erdoğan hat sein Wahlziel unangefochten im ersten Wahlgang erreicht. Als Präsident des neuen Präsidialsystems mit fünf Jahren Amtszeit wird er bis 2023 (bis zum 100. Gründungsjahr der Republik) die Türkei mit Machtbefugnissen und -ressourcen regieren, über die nicht einmal Mustafa Kemal Atatürk in der Gründungszeit der Republik verfügte.

Der 24. Juni 2018 war ein historischer Wahltag, weil die türkischen Wähler*innen mit ihrer Präsidentschaftsentscheidung ihr Votum zu den Verfassungsänderungen vom 16. April 2017 bestätigen oder in Frage stellen konnten. Sie haben sich mit rund 53 Prozent für Erdoğan und damit für sein Präsidialsystem entschieden.1 Trotz eines Achtungserfolgs des sozialdemokratischen Herausforderers Muharrem Ince hat die  Opposition ihre zentralen Wahlziele nicht erreichen können. Sie konnte      weder Erdoğan in eine Stichwahl zwingen, noch bei der gleichzeitig stattfindenden Parlamentswahl eine Mehrheit erringen.

Zur ausführlichen Analyse von Yunus Ulusoy als PDF-Dokument:

ZfTI_AKTUELL_13_Wahlen_2018-Ergebnisse