Bundesbildungsministerin Wanka besuchte die KAUSA Servicestelle Essen

Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka besuchte am 4. Mai 2017 im Rahmen ihrer Frühjahrsreise 2017 das Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, um die Aktivitäten und Angebote der KAUSA Servicestelle Essen und ihrer Partner und Projektmitarbeiter vor Ort kennenzulernen.

Nach der Begrüßungen von Wolfram Kuschke, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), Peter Renzel, Sozialdezernent der Stadt Essen und Ministerin Wanka, stellte Cem Şentürk, Leiter der KAUSA Servicestelle Essen, die Aktivitäten und Angebote der Servicestelle vor. Anschließend führte die Ministerin Gespräche an drei Tischen mit Jugendlichen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte sowie mit den Vertretern der migrantischen Betriebe und ausbildungsrelevanten Institutionen. Die Gespräche wurden vom ZfTI-Programmleiter Yunus Ulusoy moderiert. Themen der Tische waren „Verstehen und Verstanden werden: Interkulturelle Information, Beratung, Vermittlung“, „Junge Frauen für die Ausbildung gewinnen“ und „6.000 Selbständige mit Migrationshintergrund in Essen: Potenziale der migrantischen Betriebe für Ausbildung“.

Menschen unterstützen, Strukturen aufbauen

Die KAUSA Servicestelle Essen ist eine der bundesweit 31 Servicestellen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds im Rahmen des Jobstarter-Plus-Programms gefördert wird. KAUSA steht für Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration, die beim Bundesinstitut für Berufsbildung angesiedelt ist.

Das Ziel der KAUSA Servicestelle ist es, die Beteiligung der migrantengeführten Betriebe und Menschen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte an der dualen Ausbildung zu erhöhen. Betriebe, Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte, Eltern und Netzwerkpartner gehören zu den Zielgruppen der Servicestellen. Die KAUSA Servicestelle Essen (KSE) arbeitet mit diesen Zielgruppen einerseits personenorientiert, andererseits strukturorientiert. Während die Servicestelle die Menschen informiert, berät und in Ausbildungsstellen vermittelt, entwickelt sie Plattformen und Instrumente, um sie besser zu unterstützen und sie miteinander besser zu vernetzen. Seit Januar 2015 hat die KAUSA Servicestelle rund 120 Veranstaltungen durchgeführt und dadurch mehr als 4500 Personen erreicht, mehr als die Hälfte davon sind junge Geflüchtete, um die sich die KSE seit März 2016 kümmert. Neben multilingualen Informationsveranstaltungen über das Ausbildungssystem in Deutschland steht die individuelle Beratung von Geflüchteten und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zum Thema duale Ausbildung im Mittelpunkt der Arbeit der KSE.

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