Ausbildung bietet Aufstiegschancen

Die KAUSA Servicestelle Essen nimmt die Arbeit auf. Die in der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) angesiedelte Servicestelle wurde am 10.02.2015 offiziell eröffnet. Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF), überreichte den Förderbescheid für das Projekt persönlich im ZfTI.

Wer eine Ausbildung macht, sichert seine Zukunft und wer einen Ausbildungsplatz bereitstellt, investiert auch in den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Einwanderungsgesellschaft. Dies waren die Botschaften des Empfangs zur Eröffnung der KAUSA Servicestelle Essen am 10.02.2015 im ZfTI. Rund 80 Gäste aus verschiedenen städtischen Institutionen wurden von Wolfram Kuschke, ZfTI-Vorstandsvorsitzender, Torsten Withake, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Essen und Hans Michaelsen, Geschäftsführer „Aus- und Weiterbildung“ der IHK zu Essen, zur Veranstaltung begrüßt. Im Anschluss seiner Eröffnungsrede überreichte der Staatssekretär Thomas Rachel den Förderbescheid den ZfTI-Vertretern.
Migranten sind in der Ausbildung erfolgreich

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Yunus Ulusoy, Leiter des Programms „Arbeitsmarktorientierte Integrationsprojekte“ beim ZfTI unterstrich die Chancen, die die Duale Ausbildung bietet. Es gebe keinen besseren Schutz gegen Arbeitslosigkeit als eine gute abgeschlossene Ausbildung. Ulusoy wies auf eine neue Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungsmarkt hin und sagte: „Diese sind in der Dualen Berufsausbildung, ist sie einmal begonnen, ebenso erfolgreich wie andere Jugendliche und werden sogar häufiger von Ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen als der Durchschnitt. Nach der Ausbildung werden 71% der Jugendlichen mit Migrantenhintergrund in ihren Betrieben eingestellt, dieser Wert liegt bei 61% für Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Schwierig ist es für junge Migranten aber, einen Ausbildungsplatz zu finden. Hier Barrieren zu beseitigen ist wichtig. Diese Zahlen belegen auch, wie richtig und wichtig der Ansatz der KAUSA Servicestellen ist, die die Jugendlichen, ihre Eltern und die Unternehmen für duale Ausbildung sensibilisieren und unterstützen möchten. Ich freue mich sehr, dass wir als ZfTI und mit unseren Partnern diese zukunftsweisende Aufgabe übernehmen durften.“

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Ziel der Servicestelle ist es, mehr Unternehmerinnen und Unternehmer für die Berufsausbildung zu gewinnen, die Ausbildungsbeteiligung der Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen und ihre Eltern über die berufliche Ausbildung zu informieren. Zusammen mit den Akteuren vor Ort sollen Koordinierungs-, Informations- und Beratungsstrukturen für die drei Zielgruppen aufgebaut und nachhaltig in der Region verankert werden. Die Aktivitäten der Servicestelle werden bis Ende 2017 unter der Leitung von Cem Şentürk und Gülay Kızılocak umgesetzt. Das Projekt wird im Rahmen des Ausbildungsstrukturprogramms „JOBSTARTER plus“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds finanziert. Zusammen mit der im ZfTI verankerten Servicestelle sind zurzeit bundesweit 13 KAUSA Servicestellen aktiv.

Betriebe unterstützen, Ausbildung gestalten, Fachkräfte gewinnen:
Mit dem Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen. Die JOBSTARTER plus-Projekte unterstützen mit konkreten Dienstleistungen kleine und mittlere Unternehmen in allen Fragen der Berufsausbildung und tragen so zur Fachkräftesicherung bei. Durchgeführt wird das Programm von der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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