Studie zur Beteiligung von Bildungsinländern mit Migrationshintergrund und von Flüchtlingen an der Hochschulbildung in NRW

Im Auftrag des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung eine Studie zum Bildungspotenzial von Migranten und Geflüchteten in NRW von Dezember 2015 bis Januar 2017 durchgeführt.

Jeder Vierte unter 25 Jahren in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, aber nur etwa jeder neunte Studierende stammt aus einer Einwandererfamilie. Unterschiede bestehen ebenfalls in den Studienabbruchquoten mit 41% bei Bildungsinländern mit Migrationshintergrund und gegenüber Herkunftsdeutschen mit 25%. Zugleich stellt die rasch wachsende Zahl von Flüchtlingen auch das Hochschulsystem in NRW vor neuen Herausforderungen. Dennoch schaffen es immer mehr Migranten, mit einem erfolgreichen Schulabschluss ihre Ausbildung an einer Hochschule fortzusetzen. Dabei überlappen sich in der Einwanderungsgesellschaft in der sozialen Herkunft begründete und originär migrationsbedingte Hindernisse beim Zugang zur Hochschulbildung.

Die ZfTI-Studie gibt genaueren Aufschluss über die Gelingensbedingungen von Hochschulbildung für Einwanderer und berücksichtigt dabei auch Faktoren wie die Rolle von Lehrern und Fördermaßnahmen. Anhand von Interviews mit Studierenden aus unterschiedlichen Herkunftsländern sowie der Analyse bestehender Maßnahmen an staatlichen Hochschulen und von Migrantenorganisationen wurden Hochschulzugangspotenziale und Erfolgsfaktoren ermittelt, und bestehende Absätze auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Zudem wurde der Frage nachgegangen, welche (zusätzlichen) Maßnahmen geboten sind, speziell migrationsbestimmte Zugangshürden zu adressieren. Gleichzeitig galt es, Erfolgsfaktoren zu ermitteln, die trotz dieser Hürden einen Hochschulzugang- und Abschluss möglich machen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Projektleiter Caner Aver (aver@zfti.de, 0201-3198-112).