Demographischer Wandel und Integration in Köln

Der demographische Wandel der Industriegesellschaften wird besonders in den Städten sichtbar. Besondere Bedeutung kommt in diesem Prozess der Zuwanderung aus dem Ausland zu, da sie einerseits den Schrumpfungs- und Alterungsprozess verlangsamt, andererseits aber jedoch die Heterogenisierung der Lebensstile beschleunigt. Die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen erfordert erhebliche Anstrengungen, birgt aber auch zahlreiche Chancen.

Um eine bedarfsgerechte, strategische, zielgerichtete und daher kleinräumige bzw. sozialräumliche Strategie entwickeln zu können ist zunächst notwendig, sich ein Bild über die derzeitige und soweit möglich künftige Lebenssituation der Zuwanderer zu machen. Der Rat der Stadt Köln hat daher eine Befragung von Personen mit Zuwanderungshintergrund zu integrationsrelevanten Fragestellungen in Auftrag gegeben, die empirische Informationen zur Lebenssituation und Lebenseinstellung einschließlich der Zukunftsplanung sowie dem Grad der Integration der Kölner Bevölkerung mit Zuwanderungshintergrund liefern soll.

In vier ausgewählten Sozialräumen der Stadt Köln werden repräsentativ 1.600 Face-to-face-Interviews mit Personen mit Migrationshintergrund geführt und vergleichend mit einer Befragung zum demographischen Wandel der Gesamtbevölkerung in der Stadt Köln, jedoch unter integrationsrelevanten Fragestellungen ausgewertet. Die Daten werden von Krämer Marktforschung GmbH Münster erhoben, die Studienkonzeption und Auswertung wird durch das ZfTI erfolgen.

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