AMeG – Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung

Das ZfTI startete gemeinsam mit dem Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der FH Dortmund und dem „dlze – Dienstleistungszentrum Energieeffizienz und Klimaschutz“ des Dortmunder Umweltamtes das Projekt „Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung (AMeG)“.

Die Stiftung Mercator, das Wuppertal Institut und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen riefen im Oktober 2013 gemeinsam dazu auf, innovative Projektideen zur Energiewende im Ruhrgebiet einzureichen. Eine Expertenjury wählte unter zahlreichen Bewerbungen vier Vorschläge aus. Das Projekt „AMeG – Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung“ konnte die Expertenjury überzeugen.

Ziel des zweijährigen Gemeinschaftsprojektes war es, eine kulturell angepasste Ansprache und Beratung von Migrantinnen und Migranten zur energetischen Gebäudemodernisierung zu entwickeln und direkt umzusetzen. Hintergrund des Projekts war die wachsende Zahl von Hauseigentümern, die einen Migrationshintergrund haben, von denen ein hoher Anteil türkeistämmig ist.

Der Endenergieverbrauch und damit die CO2- Emissionen der privaten Haushalte werden im Wesentlichen durch den energetischen Zustand des Wohngebäudebestandes bestimmt. Somit ist die Gebäudemodernisierung der größte Hebel, um die CO2-Emissionen nachhaltig zu mindern, da bei privaten Haushalten ein besonders großes Potenzial für Einsparungen liegt.

Das Projekt konzentrierte sich vorerst auf die Stadtumbaugebiete „Rheinische Straße/ Unionviertel“, „Nordstadt“ und „Hörde“. In Kooperation mit Migrantenorganisationen und bestehenden Netzwerken wurde nach einer Bedarfanalyse die Zielgruppe (Eigentümer und Mieter mit Migrationshintergrund) erreicht, mit Workshops informiert und schließlich bei der Umsetzung von Maßnahmen sowohl zur energetischen Gebäudemodernisierung als auch zum energieeffizienten Verhalten im Haushalt unterstützt.

Mehr Informationen [541 KB]

Teile diesen Beitrag: